Borkenkäfer – kleiner Forstschädling mit großem Gefahrenpotenzial

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Borkenkäfer – kleiner Forstschädling mit großem Gefahrenpotenzial

Wie schädlich sind Borkenkäfer für unsere Wälder?

Borkenkäfer (Scolytinae) zählen zu den gefährlichsten Forstschädlingen in Europa. Trotz ihrer minimalen Größe sind die kleinen Käfer in der Lage, ganze Fichtenwälder dahinzuraffen. Kommt es zu einer hohen Population der Schädlinge, wie es in deutschen Wäldern seit mittlerweile ein paar Jahren der Fall ist, ist Gefahr in Verzug. Ein schnelles Handeln ist jetzt notwendig. Denn bekommen wir dieses Problem nicht in den Griff, sieht es schlecht aus für unsere Wälder.

Was sind Borkenkäfer?

Borkenkäfer gehören zur Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae). Sie sind circa zwei bis acht Millimeter groß und von braun-schwarzer Farbe. Kommt es zu einem Massenbefall, vernichten die Insekten ganze Wälder in null Komma nichts. Aber wie kann ein so winziges Lebewesen Abertausende von gewaltigen Giganten in die Knie zwingen?

Mithilfe ihrer Kauwerkzeuge bohren sich die Schädlinge durch die Rinde von Nadelgewächsen und legen dort ihre Eier ab. Für den Baum fast schon ein Todesurteil. Denn nicht nur die erwachsenen Käfer, sondern auch ihre Larven richten durch ihren Fraß nicht zu reparierende Schäden in dem für den Baum so lebenswichtigen Bastgewebe an. 

Ist der Wald gesund und es herrschen optimale klimatische Bedingungen, reagieren die Fichten mit Harzfluss. Problematisch wird es, wenn es zu einem Massenbefall der Insekten kommt. Lange Trockenperioden, die mittlerweile aufgrund des vorherrschenden Klimawandels auch in unseren Breitengraden immer häufiger vorkommen, tun dann ihr Übriges. Der Abwehrmechanismus der Bäume versagt und es kommt zu einem Massensterben der Wälder.

Spuren von Borkenkäfern an einem Baum

Welche Arten von Borkenkäfer gibt es?

Rund 6000 verschiedene Arten von Borkenkäfern bevölkern unseren Planeten.
Davon sind einhundertzehn Exemplare in Deutschland beheimatet. Die meisten von ihnen sind nicht wirklich erwähnenswert. Einzig und allein drei Arten machen in unseren Breitengraden von sich reden. Zwei von ihnen richten mit ihrer Anwesenheit sogar sehr große Schäden an.

Der Buchdrucker

Der Buchdrucker (Ips typographus) ist der bedeutendste Forstschädling unter den drei Exemplaren und benötigt am meisten Aufmerksamkeit. Er befällt bevorzugt den Stamm von mittelalten und alten Eichen, die mehr als fünfzig bis sechzig Jahresringe vorweisen.

Der Kupferstecher 

Diese Art von Borkenkäfer (Pityogenes chalcographus) macht sich über dünnborkige Stammteile in der Krone von Fichten sowie über Jungpflanzen her. So können bereits dünne Äste ab einem Durchmesser von drei Zentimetern für die Schädlinge als Brutplatz interessant sein.

Der Gestreifte Nutzholzborkenkäfer 

Dieser Schadorganismus (Trypodendron lineatum) befällt absterbende Bäume sowie eingeschlagenes Nadelholz und Resthölzer. Kommt es zu einem Befall, verliert das gefällte Holz erheblich an Wert. Eine Gefahr für unsere Wälder ist er jedoch nicht. 

Buchdrucker & Kupferstecher – Aussehen und Lebensweise der Schädlinge

Der Buchdrucker sowie der Kupferstecher besitzen einen gepanzerten Körper. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sich der Halsschild (Pronotum) schützend über den Kopfteil der Schädlinge erstreckt. 

Obwohl Borkenkäfer zur Familie der Rüsselkäfer gehören, ist ein Rüssel bei einigen der Insekten nur noch andeutungsweise erkennbar und bei manchen sogar vollkommen verschwunden. Weiter markante Merkmale sind:

Der Buchdrucker, auch als «Großer Achtzähniger Fichtenborkenkäfer» bekannt, wird zwischen 4,5 bis 5,5 Millimeter groß und besitzt eine braune Körperfarbe. Sein Körper ist von zylindrischer Form und wird hinten etwas breiter. Ein besonderes Merkmal sind seine gezähnten Flügeldecken.

Der Kupferstecher oder auch «Sechszähniger Fichtenborkenkäfer» genannt, wird zwischen 1,6 bis 2,9 Millimeter groß. Sein Körper besitzt eine zylindrische Form und eine kupfer- bis rotbraune Farbe. Auffallend sind seine glänzenden Flügeldecken, die an den Rändern wie ausgefranst aussehen.

Der Buchdrucker – Vorkommen und Lebensweise des gefährlichen Schädlings

Der Buchdrucker vermehrt sich in einer rasanten Geschwindigkeit. Genau diese Tatsache macht ihn für die Forstwirtschaft so gefährlich. Wird es im Frühling langsam wärmer und das Thermometer erreicht die 16 Grad Grenze erwacht der Borkenkäfer aus seiner Winterruhe und seine Flugzeit beginnt. Ausgehungert und bereit für die Paarung begeben sich die Schädlinge auf die Suche nach der perfekten Brutstelle. In der Regel werden die Insekten schnell fündig. Sie lassen sich bevorzugt auf geschwächten Nadelgewächsen (Fichten) nieder und bohren sich, ohne die geringste Zeit zu verschwenden, in die Borke der Bäume. 

Dort beginnen die Männchen mit dem Bau einer sogenannten Rammelkammer. Sie bildet den zentralen Teil des Brutsystems und dient dazu, die weiblichen Tiere anzulocken und anschließend zu begatten. Erfolgreich befruchtet fressen sich die Weibchen seitlich des Brutsystems durch die Rinde. Die entstehenden Mutterkanäle dienen den weiblichen Buchdruckern dann zur Eiablage.

Buchdrucker-Larven

Die Larven der Käfer entwickeln sich mit gigantischer Geschwindigkeit. So durchlaufen sie in gerade mal sechs Wochen sämtliche Stadien ihrer Entwicklung. Das Einzige, was sie in ihrer Entwicklungsphase tun ist fressen. 

Ein durchschnittliches Brutsystem besitzt circa vierzig Larvengänge. Wird bedacht, dass zwanzig der verfressenen Larven höchstwahrscheinlich weiblich sind und diese ebenfalls zum Erhalt ihrer Art beitragen, kann sich jeder vorstellen, was diese rasante Vermehrung für den Wald bedeutet. Denn im Juli und August sowie im September kommt es zu einem erneuten Flug der Buchdrucker. So sorgt ein einzelnes Weibchen für ungefähr 100.000 bis 250.000 Nachkommen pro Jahr. Selbst die stärkste Fichte ist einem massiven Befall wie diesem nicht gewachsen und stirbt ab.

Der Kupferstecher – wichtige Informationen zur Fortpflanzung und Lebensweise

Der Kupferstecher breitet sich etwas langsamer aus. Die erste Flugzeit der Insekten beginnt üblicherweise Anfang Mai. Auch die Kupferstecher erwachen dann aus ihrem Winterschlaf und begeben sich auf die Suche nach Nadelbäumen, die nicht mehr so gut im Saft stehen. 

Das Fortpflanzungsritual ist ähnlich wie beim Buchdrucker. Auch hier legen die Männchen unter der Baumrinde eine Rammelkammer an. Die durch Pheromone angelockten Weibchen werden befruchtet, bohren sich seitlich des zentralen Brutsystems drei bis sechs Larvengänge und legen dort ihre Eier ab.

Kupferstecher-Larven

Nach wenigen Wochen kommt es bereits zum Schlupf der Larven, die nach einer kurzen Verpuppung geschlechtsreif sind und sich ebenfalls vermehren können.

Von Juli bis August kommt es dann zu einem zweiten Flug der Kupferstecher. Hinsichtlich der Tatsache, dass diese Art der Borkenkäfer mit zwei Generationen pro Jahr sowie einem kleineren Brutsystem für weniger Nachwuchs sorgen, liegen sie in ihrer Ausbreitung hinter dem Buchdrucker. 
Trotzdem ist der Kupferstecher nicht weniger gefährlich. Aufgrund ihrer geringeren Körpergröße können die Insekten Hölzer befallen, die für den etwas größeren Buchdrucker unzugänglich sind. So siedelt sich der Kupferstecher bevorzugt auf jungen Fichten oder im dünneren Geäst der Baumkronen an.

Borkenkäfer sind äußerst kälteresistent. Auch Minusgrade können den Schädlingen nichts anhaben. So überwintern die Insekten unter der Rinde von Bäumen oder im geschützten Bodenbereich. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung beträgt ungefähr zwei Jahre

Warum ist der Borkenkäfer für den Wald so gefährlich?

Kommt es zu einem Massenbefall der Schädlinge, wird es brenzlig. Warum die kleinen Insekten große Bäume in die Knie zwingen können, ist schnell erklärt. Erwachen Borkenkäfer aus ihrem Winterschlaf begeben sie sich schnurstracks auf die Suche nach optimalen Brutplätzen. In den meisten Fällen werden sie schnell fündig und vermehren sich schneller als einem lieb ist. 

Indem sich die winzigen Larven sowie die Jungtiere durch den sogenannten Bast der Bäume fressen, richten sie einen enormen Schaden an. Der Bast befindet sich zwischen Baumrinde und Splintholz, genau an der Stelle, an der sich die Leitungsbahnen der Gewächse befinden. Tritt diese Situation ein, kommt es zu einer Unterversorgung der Baumwurzeln: Der Transportweg für die in den Nadeln gebildeten lebenswichtigen Nährstoffe (Assimilate) ist dann unterbrochen. Kommt es zu einem starken Befall durch den Borkenkäfer, wird ebenfalls der Wassertransport in die Baumkronen so immens gestört, dass der gesamte Baum einfach abstirbt
Abgestorbene Gehölze mit roten Nadeln und abgeplatzter Rinde, die von den Schädlingen bereits verlassen wurden, werden kein weiteres Mal befallen.

Borkenkäfer – welche Bäume mag er besonders?

Borkenkäfer wählen ihre Brutplätze nach unterschiedlichen Kriterien aus. So reagiert der Kupferstecher auf Duftsignale, die vor allem von bereits geschädigten Gehölzen verströmt werden. 

Da der für die Forstwirtschaft so gefährliche Buchdrucker Fichten bevorzugt, sind Nadelgehölze besonders gefährdet. Aber auch Laubgewächse sind nicht vor den gefräßigen Käfern und ihren Larven sicher. So sind weniger populäre Arten wie der Eichenborkenkäfer (Scolytus intricatus), der Birkenborkenkäfer (Scolytus ratzeburgi) sowie der Obstbaumborkenkäfer (Scolytus rugulosus) vor allem auf Laubbäumen anzutreffen. Folgende Exemplare sind besonders betroffen:

Nadelbäume
  • Fichte (Picea abies)
  • Weißtanne (Abies alba)
  • Kiefer (Pinus)
  • Lärche (Larix decidua)
  • Wacholder (Juniperus)
  • Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
  • Lebensbaum (Thuja)

Laubbäume

  • Ahorn (Acer)
  • Esche (Fraxinus exelsior)
  • Ulme (Ulmus)
  • Buche (Fagus)
  • Eiche (Quercus)
  • Birke (Betula)

Obstgewächse

  • Kirschbaum (Prunus avium)
  • Apfelbaum (Malus domestica)
  • Weißdorn (Crataegus)
  • Quitte (Cydonia oblonga)

Borkenkäfer bekämpfen – welche Methoden gibt es?

Die einzige Maßnahme, die den Borkenkäfer in Schach hält, ist eine saubere Waldwirtschaft. Denn wo alle Mittel versagen, kann dem Schädling nur durch Entzug seines Brutmaterials der Garaus gemacht werden. So müssen kontaminierte Bäume gefällt und anschließend unter größten Vorsichtsmaßnahmen entsorgt werden.

Aber nicht nur in deutschen Wäldern siedeln sich Borkenkäfer an. Auch im heimischen Garten kann es zu einem Befall kommen. Wurde dieser diagnostiziert, muss sofort gehandelt werden. In der Regel haben sich die Insekten bereits unter der Rinde des Baumes angesiedelt. Der Gebrauch von Insektiziden, Hausmitteln oder anderweitigen Substanzen ist dann sinnlos und garantiert ohne Erfolg. Auch hier gibt es dann nur eine Möglichkeit, um den Borkenkäfer zu bekämpfen: Die kontaminierten Bäume müssen gefällt werden.

Bevor betroffene Gartenbesitzer zur Tat schreiten, sollte der Befall bei der örtlichen Gemeinde- oder Stadtverwaltung gemeldet werden. Auch eine Kontaktaufnahme mit der zuständigen Forstbehörde ist sinnvoll. Dort erhalten Gartenbesitzer alle nötigen Informationen über das weitere Vorgehen. 

Borkenkäferfallen – sinnvoll oder kontraproduktiv?

Pheromonfallen dienen dem Förster zum Monitoring der Schädlinge. Richtig platziert, liefern sie dem Fachmann relevante Informationen über den Schwarmverlauf und über die Intensität eines Befalls. Als effektive Bekämpfungsmaßnahme sind die Fallen aufgrund der geringen Fangquote aber sinnlos. 

Für Gartenbesitzer sind Pheromonfallen im Kampf gegen den Borkenkäfer nicht geeignet. Aufgrund der Tatsache, dass zwischen den Bäumen ein Mindestabstand von einer Baumlänge herrschen sollte, ist diese Methode sowieso nicht umsetzbar. Privatpersonen, die dennoch versuchen, mithilfe von Pheromonfallen den bereits ansässigen Borkenkäfern an den Kragen zu gehen, erzielen in den meisten Fällen einen Dominoeffekt: Die Lockstoff-Fallen bekämpfen den Schädling nämlich nicht, sie ziehen nur noch mehr der gefräßigen Insekten an.

Borkenkäfer im Haus – wie kommt der Schädling dorthin und wie wieder raus?

Fakt ist: Borkenkäfer sind Frischholzinsekten und befallen ausschließlich Bäume oder frisch gefälltes Material. Ist das Holz trocken, besitzt es keine notwendigen Nährstoffe mehr und ist für den gefräßigen Schädling uninteressant. Außerdem legen die Insekten ihre Eier nur unter der Baumrinde ab. Eine weitere Tatsache, die einen Befall im Haus oder der Wohnung fast unmöglich macht. Kommt es trotzdem dazu, dass Borkenkäfer mit kontaminiertem Kaminholz ins Innere gelangen, ist dies kein Grund zur Panik. Es ist ausreichend, die geschlüpften Tiere einzusammeln.
Um Ausnahmesituationen wie diese zu verhindern, ist es ratsam, ausschließlich Holz ohne Rinde als Kaminholz zu nutzen. 

Borkenkäfer im Garten – welche vorbeugenden Maßnahmen bieten Schutz?

Einen langfristigen Schutz gegen den Borkenkäfer gibt es nicht. Aufgrund seiner rasanten Vermehrung haben Forstwirtschaft sowie Hobbygärtner mittlerweile nur noch die Möglichkeit, ihn einigermaßen unter Kontrolle zu halten.

Wie bereits erwähnt, verströmen besonders angegriffene Fichten aber auch andere kranke Gehölze einen Geruch, den Borkenkäfer mithilfe ihrer Fühler wahrnehmen und der sie magisch anzieht. So bieten Bäume, die unter Trockenstress sowie Nährstoffmangel leiden, die perfekten Brutbedingungen für die Schädlinge. Gartenbesitzer, die einem Befall entgegenwirken möchten, sollten sich um eine kontinuierliche Baumpflege kümmern. Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:

  • Nadel- sowie Obstbäume sollten im Frühling und im Sommer gedüngt werden. 
  • Bei Trockenheit ist regelmäßiges Gießen der Bäume Pflicht. Auf Staunässe sollte aber verzichtet werden.
  • Kaliumdünger im Herbst sorgt für eine optimale Winterhärte der Holzgewächse.
  • Im Frühling sollte sämtliches Schadholz aus dem Garten entfernt werden.
  • Wunden am Holz mit Baumwachs bestreichen.

Wichtig: Bäume sollten nie radikal zurückgeschnitten werden, da geschwächte Holzgewächse die Schädlinge anziehen!

Borkenkäfer – welche natürlichen Feinde haben den Schädling zum Fressen gern?

Auch Borkenkäfer müssen sich vor natürlichen Feinden in Acht nehmen. Aber was des einen Leid ist, ist des anderen Freud. Wichtige Fressfeinde von Kupferstecher und Co. sind:

  • Bei diversen Vogelarten stehen Borkenkäfer auf dem Speiseplan. Raben und Spechte mögen ihn besonders gern.
  • Insekten wie unter anderem Ameisenbuntkäfer, Jagdkäfer und Rindenglanzkäfer sorgen ebenfalls für niedrigere Populationen der Borkenkäfer.
  • Auch Schlupfwespen und Erzwespen zählen zu den wichtigen Fressfeinden.

Um hauseigene Gärten möglichst borkenkäferfrei zu gestalten, sollte auf den Einsatz von Insektiziden unbedingt verzichtet werden. Ebenfalls das Aufhängen von Nistkästen für Vögel sowie sogenannte Insektenhotels erschweren dem Borkenkäfer das Leben. Kommt es trotzdem zu einem Massenbefall durch den Borkenkäfer, haben auch natürliche Feinde keine Chance, den gefährlichen Schädling in Schach zu halten.

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Ist ein Befall durch den Borkenkäfer meldepflichtig?

Eine direkte Meldepflicht gibt es nicht. Wurde ein Befall durch den Borkenkäfer im einheimischen Garten entdeckt, sollten Privatpersonen trotzdem immer die zuständige Gemeinde- oder Stadtverwaltung informieren. Eine unnötige Verbreitung des Schädlings kann somit ausgeschlossen werden.

Welche Maßnahmen sind bei einem Befall sinnvoll?

Kontaminierte Bäume müssen gefällt und anschließend entrindet werden. Sämtliches bruttaugliches Material wie beispielsweise dünnes Geäst und Borke muss entfernt und auf sichere Weise wie durch Verbrennen unschädlich gemacht werden.

Wie wird ein Befall durch den Borkenkäfer richtig diagnostiziert?

Ein eindeutiger Hinweis für einen Befall sind ungefähr fünf Millimeter große Bohrlöcher in der Baumrinde. In einigen Fällen sind die Einstiegslöcher der Schädlinge mit kleinen Harztropfen versehen. Ein weiteres auffallendes Indiz ist braunes Bohrmehl am unteren Ende der befallenen Bäume.

Wann beginnen Borkenkäfer zu fliegen?

Im Frühling, wenn die Temperaturen die sechszehn Grad Grenze überschreiten, erwachen die Insekten aus ihrer Winterruhe und fangen an zu fliegen. Sie begeben sich dann auf die Suche nach dem perfekten Brutplatz. Geschwächte Nadelbäume wie Kiefern werden von ihnen bevorzugt.

Sind Borkenkäfer kälteresistent?

Borkenkäfer sind hart im Nehmen. Sogar Minustemperaturen von unter fünfundzwanzig Grad Celsius sind für die Insekten kein Problem.