Staubläuse bekämpfen und loswerden - Beste Tipps zu Ursachen & Mittel

Was sind Staubläuse und wie bekämpft man sie?

Tracheentiere (Tracheata), eine Unterklasse der Insekten, genauer gesagt der Fluginsekten und zu Unterordnung der Neuflügler gehörend, das sind Staubläuse. Es gib mehrere tausend Arten von Staubläusen, allein hundert Arten davon, die in Mitteleuropa verbreitet sind. Die Tierchen ernähren sich von Sporen, von Flechten und von Grünalgen, aber auch von Pilzgewebe. Staubläuse finden sich entsprechend an Pflanzen, unter Rinden und entsprechend an Baumstämmen und auch auf Totholz sowie in Vogelnestern und auch in Gebäuden.

Aussehen und Lebensraum

Eine Staublaus hat eine Körpergröße von ca. 0,7 bis 5 Millimeter. Markant und charakteristisch sind die Mundwerkzeuge der Staubläuse sowie der Bau der Flügel. Weibchen haben je nach Art keine oder verstümmelte Flügel. Mit dem bloßen Auge sind die Staubläuse nicht zu erkennen. Der Körper von Staubläusen ist hell und langgezogen. Auf dem Kopf verfügen diese Insekten über Antennen bzw. Fühler. Da Staubläuse springen können, werden sie häufig mit anderen Arten Läusen verwechselt. Bei den Staubläusen sitzen die Augen seitlich.

Je nach Art sind Staubläuse sehr anpassungsfähig. Sie sind fast überall anzutreffen. Sie leben auf Blättern, aber auch in feuchten Kellern und unter bestimmten Umständen sind die Staubläuse auch in der Wohnung zu finden, wenn sie hier gute Lebensbedingungen finden. Die Lebensdauer der Staubläuse beträgt 10 bis 12 Wochen. Zu den Fressgewohnheiten von diesen Insekten gehört, dass Sie neben Schimmel und Flechten auch Mehl, Reis und Müsli fressen und daher auch als Nahrungsschädlinge bezeichnet werden können. Darüber hinaus fressen Staubläuse auch kleinere Insekten.

Philipp aus dem Silberkraft-Team hat leider selbst bereits Erfahrungen mit Staubläusen machen müssen. Während seinem Studium hatte er zunächst einen Wasserschaden in seiner Einzimmer-Studentenwohnung. Leider wurden dadurch die Wände sehr feucht. Kurze Zeit nach Trocknung der Wohnung kam dann der Schock. Überall waren kleine Tierchen zu sehen. Nach einiger Recherche hat Philipp festgestellt, dass es sich dabei um Staubläuse handelt. Er hat sogar ein Foto mit dem Smartphone von einer Staublaus schießen können (sorry für die schlechte Qualität). Wie er die Tierchen losgeworden ist erfährst du weiter unten.

Harmlos für den Menschen, aber lästig

Staubläuse sind für den Menschen grundsätzlich harmlos. Allerdings nur solange nicht so viele von ihnen im Haus sind. Sollte sich deren Menge erhöhen, kann es sein, dass der eine oder andere Bewohner des Hauses, das von Staubläusen befallen ist, eine Allergie entwickelt.
Grundsätzlich sind Staubläuse für Menschen aber harmlos. Haben diese sich aber erst einmal festgesetzt in einem Haus, sind sie nicht so schnell wieder loszuwerden.

Woher kommen die Schädlinge?

Die erste Frage, die sich jeder aber erst einmal stellt, ist woher die Staubläuse eigentlich kommen. Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass sich diese Insekten bei 25 Grad Celsius sehr wohlfühlen. Hinzu kommt eine Luftfeuchte von 60 bis 85 Prozent und das Vorhandensein von Schimmelsporen, Schimmelpilzen, von Algen und von Nahrungsmitteln wie Reis und Müsli. Das bedeutet letztlich dass das Auftreten dieser Tierchen oder Schädlinge nicht die Ursache ist, sondern nur die Folge von einem anderen nicht sehr gesundheitsfördernden Grund, abgesehen von der Lagerung von Lebensmitteln von Reis und Müsli. Tatsache ist, Schimmel und Algen etc. sind wenn sie irgendwo auftreten, nicht gerade gesundheitsfördernd. Häufig sind Staubläuse daher in feuchten Kellern und in Bibliotheken, in schlecht belüfteten Räumen und auf Dachböden und in Gebäuden mit Wasserschäden anzutreffen. Selbst Neubauten, die gerade ausgetrocknet und frisch tapeziert sind, können von Staubläusen befallen werden. Die Staubläuse leben auf Möbeln, aber auch in Vorratsschränken und auf Böden. Es kann sein, dass man sich die Staubläuse auch schon mit ins Haus bringt, und zwar durch den Kauf von Lebensmittelpäckchen, die aus wenig hygienischen Fabriken stammen bzw. aus Chargen, die verunreinigt sind. Und auch Zimmerpflanzen können als „Nest“ von Staubläusen dienen.

Sind Staubläuse gefährlich?

Von Staubläusen befallene Lebensmittel sollten nicht verzehrt werden.
Man sollte diese Lebensmittel komplett entsorgen. Wer den Schädlingsbefall zu spät bemerkt und schon etwas davon verzehrt hat, der sollte darauf achten, ob er zu allergischen Reaktionen neigt. Hierzu zählen Hautreizungen ebenso wie Niesanfälle, aber auch Asthmaanfälle. Wie für den Menschen sind Staubläuse auch für das Haustier nicht gefährlich sondern eher lästig und nicht lebensbedrohlich. Aus diesem Grund fallen diese Insekten bzw. Schädlinge auch unter die Kategorie harmlos. Allerdings gibt es auch Menschen und Haustiere, die auf Staubläuse mit heftigen Allergieanfällen reagieren. Dies trifft Schätzungen zufolge auf bis zu 30 Prozent der Menschen zu.

Wie Staubläuse wieder loswerden?

Allein schon der Gedanke Staubläuse im Haus zu haben, ekelt viele Menschen. Und dann ist da natürlich die Gefahr, dass man eventuell auf die Schädlinge allergisch reagiert. Wichtig ist für die Bekämpfung von Staubläusen diesen ihre Lebensgrundlage zu entziehen. Das heißt vor allem, dass man das eventuelle Schimmelproblem und das Feuchtigkeitsproblem in den Griff bekommt.

Staubläuse finden

Zunächst einmal gilt es dass das Nest der Staubläuse gefunden wird bzw. der Ort, an dem diese auftreten. Hierzu ist es wichtig zu prüfen, ob im Wohn- oder im Kellerbereich feuchte Mauern vorhanden sind, die eventuell trockengelegt werden sollten. Um die Staubläuse zu finden müssen womöglich auch Tapete oder Möbelstücke von der Wand entfernt werden. Die Suche nach den Staubläusen kann schon sehr aufwändig sein. Entdeckt man sie, weiß man aber wo man mit der Bekämpfung von diesen Schädlingen beginnen muss. Auch Zimmerpflanzen und Kellerräume sollte man durchsuchen. Zudem sollten auch die Fensterbänke abgesucht werden. Erkennen kann man einen Befall von Staubläusen dadurch, dass man meint, dass es sich um Papierstaub handelt, der sich auf den Oberflächen ablagert.

Die Bekämpfung von Staubläusen

Es gibt kein bestimmtes Kraut oder ein Medikament, das Staubläuse bekämpfen kann. Den Kampf gegen Staubläuse gewinnen kann man nicht durch einfache „Hausmittel“ bzw. ein Medikament, sondern durch eingehende Hygienemaßnahmen. Das heißt, Staubläuse lassen sich recht einfach bekämpfen. Am einfachsten und effektivsten begegnet man Staubläusen mit dem Staubsauger. Damit saugt man die Stellen ab, die besonders anfällig sind für das Einnisten von Staubläusen. Hierzu gehören Wände, dunkel Ecken hinter der Couch, die Fensterbänke etc. Diese Methoden der direkten Bekämpfung von Staubläusen.

Zur direkten Methode, um Staubläuse zu bekämpfen, kann eine Schüssel mit Reis oder Salz aufgestellt werden. Es reicht hier aber nicht nur eine Schüssel aufzustellen. Mehrere kleinen Schüsseln sollten bei einem Befall mit Staubläusen im Haus bzw. der Wohnung aufgestellt werden. Beide Medien – Reis und Salz – sind wasserabsorbierend und entziehen der Luft daher die Feuchtigkeit.

Um Staubläuse zu entfernen, sollte vor allem der Schimmel entfernt werden. Denn Schimmel ist eine der häufigsten Ursachen des Auftretens von Staubläusen. Die Staubläuse sind hier nicht vorrangig der Befall, der bekämpft werden sollte. Denn Schimmel kann im schlimmsten Fall der Gesundheit mehr schaden als die Staubläuse.

Eine aktive Bekämpfung von Staubläusen kann auch mit Produkten wie Neemöl oder Teebaumöl verwenden. Hierfür genügen nur wenige Tropfen.

Silberkraft bietet noch ein Läuse Abwehrspray mit dem Wirkstoff aus Lavendelöl an. Weitere Informationen findest du auf der Produktseite dazu.

Kopfläusespray | Läuseabwehrspray

Wie lange dauert die Bekämpfung von Staubläusen?

Um die Wohnung bzw. das Haus wieder frei von Staubläusen zu bekommen, benötigt man ein bisschen Geduld. Denn von heute auf morgen lassen sich Staubläuse nicht aus dem Haus vertreiben. Grundsätzlich gilt: Wenn die Staubläuse nichts mehr zu fressen finden, dann ziehen sie ab und auch die frischgeschlüpften Larven wandern mit ab bzw. es kommt erst gar nicht zu einer Ablage der Eier.

Je früher der Befall entdeckt wird, umso eher ist man die Staubläuse auch wieder los. Wenn man an die Bekämpfung aber auch nur zaghaft herangeht, dann dauert es lange bis die Staubläuse besiegt sind. Wer nicht konsequent die Staubläuse bekämpft mit allen Mitteln – eines der voran gewähnten Maßnahmen reicht leider nicht aus. Es müssen schon alle angewandt werden – der verhindert nicht, dass die Staubläuse, bevor sie abziehen, noch ihre Eier ablegen und die nächste Läusegeneration abermals zu einem Befall führt, auch wenn die vorherigen Staubläuse abgezogen sind wegen Nahrungsmangel.

Philipp aus dem Silberkraft-Team konnte die Staubläuse erfolgreich mit einem Anti-Läuse-Spray bekämpfen. Zusätzlich hat er versucht die Luftfeuchtigkeit möglichst niedrig zu halten, damit die Wände möglichst trocken sind.

Staubläuse in der Wohnung loswerden

Prävention gegen Staubläuse

Die beste Methode, dass Staubläuse erst gar nicht in die Nähe von Mensch und Haustier kommen, ist die Prävention. Hierzu gibt es eine Reihe von Methoden:

Wichtig ist vorrangig, dass die Luftfeuchte in den Räumen gesenkt wird. Darauf laufen eigentlich alle Präventionsmaßnahmen hinaus. Nötigenfalls muss ein Keller oder ein ganzes Haus getrocknet werden. Wichtig ist, dass die Luftfeuchte unter 60 Prozent sinkt, so dass Staubläuse es in dieser Umgebung nicht mehr angenehm finden. Wichtig ist auch regelmäßig und richtig lüften.

Das Fenster während der Abwesenheit permanent gekippt zu lassen, ist nicht ideal. Besser ist ein häufig stattfindendes Stoßlüften. Als ideal gelten zwei bis vier Mal für mehrere Minuten am Tag. In der Küche und auch im Badezimmer kann es je nach Nutzung auch noch häufiger sein. Grundsätzlich nach dem Kochen und Duschen sollte auf jeden Fall gelüftet werden. Auf diese Weise entweicht die entstandene Luftfeuchte und die Staubläuse möchten sich in diesen Räumlichkeiten gar nicht erst einnisten. Beim Kochen sollte zudem immer der Kochdeckel auf den Topf gesetzt werden. Dadurch entsteht weniger Wasserdampf, der Staubläuse anlockt. Zudem spart der Deckel auf dem Topf auch Energie. Darüber hinaus sollte man immer beim Kochen die Abzugshaube benutzen oder eine solche in der Küche sogar nachinstallieren.

Besondere Zimmerpflanzen sollte man zudem sich gar nicht erst ins Haus holen, da diese die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Hierzu gehören Zyperngras, aber auch die Zimmerlinde und die Grünlilie. Vorsichtshalber sollte erst einmal auch keine Wäsche im Keller bzw. der Wohnung aufgehängt werden.

Darüber hinaus sollten Lebensmittel, vor allem Reis und Müsli, aber auch andere lose Lebensmittel, in Glasbehälter verpackt werden. Im Badezimmer indes sollte man Luftentfeuchter benutzen. Dies gilt vor allem für Badezimmer, die kein Fenster haben. Die Luftentfeuchter gibt es auch ohne Stromanschluss.

Diese präventiven Maßnahmen und die „harten“ Maßnahmen für die Bekämpfung der Staubläuse müssen kombiniert werden. Ansonsten ist ein abermaliger Befall der Schädlinge so gut wie sicher. Die Anwendung von diesen Hygieneregeln hat auch noch andere positive Effekte. So wird zum Beispiel das Entstehen von Schimmel verhindert. Und wenn Schimmel verhindert wird, dann kann auch ein möglicher Staubläusebefall verhindert werden.

Häufige Fragen zu Staubläusen

  1. Befallen Staubläuse auch Bücher?
    Staubläuse mögen feuchte Umgebungen. Auch in den Ritzen und Fugen von Bücherregalen und sogar in Büchern sind sie zu finden.
  1. Wie lange dauert es bis Staubläuse verschwinden
    Es kommt hier auf die Stärke des Befalls an. Das die Regulierung der Raumtemperatur aber nur schrittweise erfolgen kann, kann die Bekämpfung von Staubläusen langwierig sein. Eine genaue Angabe in Bezug auf Tage oder Wochen kann nicht getroffen werden.
  1. Wie gefährlich können Staubläuse werden?
    Für den Menschen sind Staubläuse keine große Gefahr. Schwer ins Gewicht fallen können aber die Schäden bei Büchern und bei Lebensmitteln. Staubläuse können allerdings auch Allergien auslösen. Reizungen der Schleimhäute, Niesattacken und Hautausschläge können auftreten.
  1. Wie kommen Staubläuse in die Wohnung?
    Selten werden Staubläuse über Verpackungen in eine Wohnung getragen. Von Feuchte in Kellern und in den Wänden nach einer Renovierung, ziehen die Insekten regelrecht an.
  1. Gibt es eine bestimmte Temperatur, bei der Staubläuse sterben?
    Warme und feuchte Räume finden Staubläuse angenehm. Trockene und kalte Räume indes nicht. In einer Umgebung mit weniger als 60 Prozent Luftfeuchte können die Insekten nur schwer überleben. Ihre Eier entwickeln sich ab einer Temperatur von 14 °C nicht mehr. Temperaturen über 42 °C über mehr als fünf Stunden hinweg überleben die Staubläuse ebenfalls nicht, ebenso wie Temperaturen unter 0 °C für mehr als drei Stunden.
  1. Wie hoch ist die Lebensdauer von Staubläusen?
    Staubläuse haben eine maximale Lebensdauer von 10 bis 12 Wochen.
  1. Wie lange dauert es bis die Larven schlüpfen?
    Nach der Eiablage der Staublaus-Weibchen dauert es nicht lange bis die Larven schlüpfen. Im Jahr können so mehrere Generationen Staubläuse in einem Raum entstehen.
  1. Löst ein Staublausbefall immer Allergien aus?
    Staubläuse lösen nur selten Allergien aus. Nur wenn die Staubläuse in Massen auftreten, kann es zu Allergien kommen.

Quellen:

https://www.schoener-wohnen.de/tipps-trends/42706-rtkl-staublaeuse-bekaempfen-so-gehts 

https://www.test.de/FAQ-Schimmel-im-Haus-Antworten-auf-Ihre-Fragen-4641180-0/

 

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