Kleidermotten erkennen

Kleidermotten erkennen

Kleidermotten sind für die Gesundheit der Menschen zwar vollkommen ungefährlich, dennoch handelt es sich bei diesen kleinen Insekten um wahrlich störende Tiere. Immerhin fliegen diese nicht einfach nur in der Wohnung umher, sondern machen sich bevorzugt an Kleidungsstücken und Teppichen zu schaffen. Wer das zu spät bemerkt, steht nicht selten vor einem großen Schaden. Das lässt sich natürlich vermeiden, indem gezielt gegen einen Mottenbefall vorgegangen wird. Wie genau dieses Vorgehen aussehen sollte, verraten wir im Folgenden – und gleichzeitig natürlich auch, wie man die Kleidermotten überhaupt erkennen kann.

Kleidermotten erkennen

Ob die eigene Wohnung bzw. Kleidung durch einen Mottenbefall bedroht ist, lässt sich auf doppelte Art und Weise feststellen. Interessant sind bei diesen Schädlingen nämlich sowohl die fliegenden Motten als auch deren kleine Larven. Die Larven sind sogar die eigentlichen Quälgeister, denn genau die sind es, die Deine Kleidungsstücke oder den Teppich anfressen. Allerdings bekommt man vermutlich überwiegend die Falter zu Gesicht, welche sich bevorzugt abends daran machen, durch die Wohnung zu schwirren. Die Kleider- und Textilmotte ist rund sechs bis neun Millimeter groß und trägt hellgelbe bis braune Flügel. Leicht zu verwechseln sind diese Motten also mit den klassischen Nachtfaltern, die allerdings kein Interesse an dem Lieblingspullover oder dem Teppich haben. Unterscheiden lassen sich die Motten gut in ihrer Verhaltensweise. Die Kleidermotten meiden zum Beispiel Licht, während andere Nachtfalter bevorzugt zu den Lichtquellen fliegen.

Ebenfalls Ausschau halten sollte man nach den angesprochenen Larven der Kleidermotte. Hierbei handelt es sich um winzige Larven, die bevorzugt in dunklen und angenehm warmen Objekten wie dem Kleiderschrank nisten. Die Larven können unter optimalen Bedingungen in mehreren Generationen ausgebrütet werden und sich dann binnen kürzester Zeit zu ausgewachsenen Faltern entwickeln – und die wiederum können weiteren Nachschub produzieren. Umso wichtiger, dass bei einem Befall schnell gehandelt wird.

So erkennt man einen Kleidermotten-Befall

Hat man Larven oder Falter in der Wohnung ausfindig machen können, sollte man natürlich erst einmal die Kleidung oder den Teppic prüfen. Sind diese löchrig, hat man einen ziemlich starken Beleg dafür, dass es sich um einen Kleidermotten Befall handelt. Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass man in seinen Kleidungsstücken „Hinterlassenschaften“ der Kleidermotten findet. Hierbei handelt es sich nicht um Ausscheidungen, aber zum Beispiel kleine Gespinste, welche sogar kokonförmig aussehen können. Hilfreich können im Zusammenhang mit dem Aufspüren der Motten auch die sogenannten Pheromonfallen sein. Diese versprühen einen Duftstoff, der wiederum anziehend auf die Motten und Larven wirkt. Somit helfen diese Fallen auch gleich dabei, die ungefähre Größe der Population einzuschätzen – denn auch das ist bei einem Befall durchaus wichtig zu wissen.

Was sind die Ursachen für einen Kleidermotten-Befall?

Die Gründe für einen Befall durch die Kleidermotte sind vielseitig. Generell lässt sich sagen, dass zum Beispiel Kleiderschränke die optimale Umgebung für die Tiere bieten, um sich in Ruhe fortpflanzen zu können. In den Wohnräumen ist es wohl temperiert, gleichzeitig bieten die Kleiderschränke genügend Dunkelheit und Abgeschiedenheit für die Tiere. Speziell dann, wenn möglicherweise selten ein Blick in den Kleiderschrank geworfen wird, fühlt sich die Kleidermotte richtig wohl. Unterstützt wird das Ganze dadurch, dass beispielsweise unsaubere und getragene Kleidung mit Abfallstoffen im Kleiderschrank befindet. Darüber hinaus sind Textilien aber auch dann gefragt, wenn diese für lange Zeit nicht getragen wurden und möglicherweise mehrere Monate oder sogar Jahre einfach nur im Schrank lagen. Ebenfalls beliebt sind bei den Kleidermotten übrigens Haare von Haustieren bzw. generell Tieren. Das liegt daran, dass sich die Motte vom darin enthaltenen Eiweiß Keratin ernährt – und das findet sich auch in allen tierischen Haarprodukten im Kleiderschrank.

Mittel gegen Motten: Was kann man gegen Kleidermotten tun?

Grundsätzlich ist erst einmal wichtig, dass ein Kleidermotten-Befall mit großer Wahrscheinlichkeit als langwieriges Problem bezeichnet werden kann, welches über mehrere Wochen oder sogar mehrere Monate hinweg bekämpft werden muss. Von einem einmaligen „Angriff“ allein wird man die kleinen Vielfraße sicherlich nicht loswerden. Mindestens genauso wichtig zu erwähnen ist, dass heutzutage längst keine Chemiekeulen mehr geschwungen werden müssen, mit denen man wohlmöglich die eigene Gesundheit oder die Gesundheit des Haustieres gefährdet. Stattdessen gibt es zahlreiche Mittel und Hausmittel, mit denen man den Kleidermotten an den Kragen gehen kann.

  • Duftstoffe
  • Schlupfwespen
  • Reinigung
  • Mottenspray

Duftstoffe gegen Kleidermotten

Eine äußerst angenehme und effektive Art, gegen die Kleidermotten vorzugehen, sind verschiedene Duftstoffe. So haben sich den letzten Jahrhunderten unterschiedliche Duftstoffe als passend erwiesen, um die Kleidermotten aus den eigenen Wohnräumen zu verbannen. Hierzu gehört beispielsweise der Nelkenstängel, der in einem kleinen Säckchen in den Kleiderschrank gehängt wird. Alternativ reagieren die Kleidermotten aber auch empfindlich auf den Geruch von frischem Zedernholz, Lavendelblüten oder getrockneten Orangenscheiben. Gerade beim Zedernholz sollte allerdings darauf geachtet werden, dass dieses in regelmäßigen Abständen wieder neu aufgerieben wird, um frischen Duft versprühen zu können.

Mit Schlupfwespen gegen Kleidermotten vorgehen

Eine weitere beliebte Alternative im Kampf gegen die Kleidermotten sind die Schlupfwespen. Beim ersten Hinhören klingt das erst einmal merkwürdig, schließlich holt man sich in diesem Fall weitere Insekten ins Haus. Diese zerstören allerdings nicht die Kleidung und gehören zu den natürlichen Fressfeinden der Kleidermotten. Die Schlupfwespen werden auf kleinen Karten verkauft, die dann einfach in der Wohnung aufgestellt werden können. Die Larven der Schlupfwespen setzen sich dann in den Eiern der Kleidermotten ab und sorgen dafür, dass sich diese nicht entwickeln können. Das Ganze funktioniert so lange, bis keine weiteren Eier der Kleidermotte mehr vorhanden sind. Die Schlupfwespen selber sind mikroskopisch klein und zerfallen nach „getaner Arbeit“ einfach zu Staub, der sich wunderbar wegsaugen lässt.

Reinigung

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, im Zuge der Mottenbekämpfung alle Kleidungsstücke und auch den Kleiderschrank zu reinigen. Zunächst einmal hilft der Staubsauger, anschließend sollte aber auch gründlich durch den Schrank gewischt werden. Bei der Kleidung empfiehlt sich, diese möglichst heiß zu waschen. So stellt man sicher, dass wirklich keine Larve den Waschvorgang überlebt und man auf diese Art und Weise restliche Schädlinge töten kann. Diese Reinigung sollte man natürlich nicht nur einmalig durchführen, sondern regelmäßig darauf achten, dass hier saubere hygienische Umstände herrschen.

Mottenspray gegen Kleidermotten

Nutzen kann man heutzutage auch das sogenannte Mottenspray, welches von der Industrie in den letzten Jahren deutlich verbessert wurde. Vor einigen Jahren waren die Mottensprays reine Chemiemischungen, mit denen zahlreiche Giftstoffe verteilt wurden. Das ist heutzutage nicht mehr so. Stattdessen handelt es sich bei guten Produkten um biologische Zusammensetzungen, die zum Beispiel durch Neem oder Lavendel angereichert werden und so einen effektiven Schutz gegen die Kleidermotten bieten. Das Mottenspray wird für gewöhnlich einfach aus einem gewissen Abstand in den Kleiderschrank oder sogar direkt auf die Kleidung bzw. den Teppich gesprüht. Getestet werden sollte das Spray idealerweise an einer unauffälligen Stelle, um mögliche Auswirkungen auf die Kleidung oder den Teppich zu prüfen. Ist augenscheinlich alles in Ordnung, kann das Mottenspray dann auch großflächig angewandt werden.

Hitze gegen Motten

Ebenfalls überhaupt nicht gern gesehen ist bei den Motten und ihren Larven Hitze. Gerade beim Kleiderschrank ist es daher empfehlenswert, diesen nach dem Reinigen noch einige Zeit mit einem heißen Föhn zu bearbeiten. Idealerweise sollten hier mehr als 60 Grad zusammenkommen, die dann für mehrere Minuten im Kleiderschrank auf den Ritzen oder in den Ecken verteilt werden. So werden die Schädlinge getötet, sie sich möglicherweise in den Ritzen oder Fugen versteckt halten. Zusätzlich dazu kann es zum Beispiel bei Teppichvorlegern oder ähnlichem hilfreich sein, diese im Backofen bei 60 bis 75 Grad für circa eine Stunde zu erhitzen. Dabei sollte man jedoch die ganze Zeit in der Nähe des Backofens sein, denn ansonsten kann es hier schnell zu einem Brand kommen.

So kann man sich vor Kleidermotten schützen

Die Kleidermotten sind lästige Tiere, die bevorzugt in den warmen Monaten des Jahres ihr Unwesen treiben. Einen effektiven Schutz gegen die Insekten bildet dabei zum Beispiel das Stoßlüften, bei dem nur für einen kurzen Zeitraum die Fenster geöffnet werden. Sind die Fenster wiederum dauerhaft einen Spaltbreit offen, ist das nahezu eine echte Einladung für die kleinen Quälgeister. Zusätzlich dazu können aber beispielsweise auch Fliegengitter davor helfen, dass die Motten ins Innere der Wohnung gelangen und hier ihre Eier ablegen. Grundsätzlich sollte man in den eigenen vier Wänden zudem immer darauf achten, dass ausreichen geputzt und gewischt wird. Speziell Gästezimmer, die nicht so oft bewohnt werden, sind zum Beispiel ein optimaler Rückzugsort für die Motten. Je gründlicher man also bei der Reinigung ist, desto kleiner dürften das Probleme mit den Kleidermotten ausfallen.

Fazit: Motten erkennen und bekämpfen

Auch wenn die Kleidermotten für den Menschen absolut ungefährlich sind, können die Insekten als richtig lästige Biester bezeichnet werden. Sind die Motten erst einmal im eigenen Kleiderschrank angesiedelt, ist die Bekämpfung in der Regel umfangreich und muss über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. Erfreulich ist hierbei jedoch, dass man nicht mehr auf gesundheitsschädliche Mittel zurückgreifen muss, sondern aus der Natur effektive Hilfe bekommst – zum Beispiel durch die Schlupfwespen, aber auch durch biologische Mottensprays oder Duftstoffe wie Zedernholz und Co. Und bleibt man dann am Ball, dürfte sich das Mottenproblem rückstandslos aus der Welt schaffen lassen.

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