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Motten-Ratgeber

Motten sind unliebsame Mitbewohner. Anders als ihre schillernden Verwandten, die Schmetterlinge, sind Motten eher unscheinbar und suchen die menschliche Nähe, um dort ihre Eier abzulegen und zu leben. Allein in Deutschland leben 80 verschiedene Mottenarten. Die bei uns in Deutschland am häufigsten vorkommenden Mottenarten sind: 

  1. die Kleidermotte
  2. die Mehlmotte
  3. die Dörrobstmotte, auch Hausmotte genannt
  4. der Mehlzünsler (selten)

Anders als ihre Artgenossen, die sich von Nektar ernähren, lieben Motten Lebensmittel und Kleidungsstücke. Befinden sich darüber hinaus auch noch günstig gelegene Nistplätze im Haus, so sind Motten bald ein stetiger Gast.

Motten sind keine Gesundheitsschädlinge und können keine Krankheiten übertragen. Allerdings sind sie Vorratsschädlinge und können im schlimmsten Fall sogar Dämmmaterial von Häusern zerstören. Es gibt zwei Unterarten von Motten, die man kennen und voneinander unterscheiden können sollte.

Kleidermotten ernähren sich von tierischem Keratin, was oftmals in Dämmstoffen und Bausubstanzen verwendet wird und Schäden am Haus verursachen kann. Darüber hinaus befallen Kleidermotten Pelze, Leder, Kleidungsstücke und Teppiche. 

Die Kleider- und Textilmotte ist maximal neun Millimeter groß und trägt hellgelbe bis braune Flügel. Leicht zu verwechseln sind diese Motten mit den klassischen Nachtfaltern, die eine ähnliche Färbung haben. Unterscheiden lassen sich die Motten gut in ihrer Verhaltensweise. Die Kleidermotten meiden Licht, während andere Nachtfalter bevorzugt zu den Lichtquellen fliegen.

In den Wohnräumen ist es wohl temperiert, gleichzeitig bieten die Kleiderschränke genügend Dunkelheit und Abgeschiedenheit für die Tiere. Speziell dann, wenn möglicherweise selten ein Blick in den Kleiderschrank geworfen wird, fühlt sich die Kleidermotte richtig wohl. Unterstützt wird das Ganze dadurch, dass sich beispielsweise unsaubere und getragene Kleidung mit Abfallstoffen im Kleiderschrank befindet. Auch saisonale Kleidung, wie Wollpullis oder Seidenblusen sind ein gefundenes Fressen für die Kleidermotte. Findet man kreisrunde, fransige Löcher in der Kleidung, sind diese in fast allen Fällen Fraßschäden der Kleidermottenlarven. Larven benötigen tierisches Keratin zum Wachsen, welches man in Wolle, Seide und Leder findet. Adulte Motten hingegen fressen nichts und sind nur für die Fortpflanzung der Population zuständig. 

Lebensmittelmotten befallen leicht zugängliche Produkten wie Getreide, Nüsse, Bohnen, Schokolade und Trockenobst. Es gibt mehrere Arten von Lebensmittelmotten, die sich jedoch im Fressverhalten ähneln. Lebensmittelmotten sind im Durchschnitt etwa 1,4 Zentimeter groß und haben eine bräunlich, gräuliche Färbung der Flügel. Auch bei dieser Mottenart sind die Larven die Übeltäter. Sehr leicht erkennen kann man einen Befall an den Gespinsten, die diese verursachen. Verklumpte Lebensmittel, die eigentlich kühl und trocken gelagert wurden, weisen auf Lebensmittelmotten hin. Befallene Lebensmittel sollten umgehend luftdicht verpackt und schnellstens entsorgt werden, um den Befall so gut wie möglich einzudämmen. 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Mottenbefall erfolgreich zu bekämpfen. Zunächst sollte man das Mottennest suchen und finden. Hat man Motten in der Küche oder im Kleiderschrank gefunden, sollte man die Türen unbedingt geschlossen halten, damit sich die Motten nicht in weiteren Wohnräumen ausbreiten können. Kleidung, sofern möglich, sollte bei 60°C gewaschen werden - diese Temperaturen sind tödlich für Mottenlarven. Kann man einige empfindliche Stücke nicht waschen, so können sie auch ins Gefrierfach gelegt werden. 24 Stunden bei -18°C tötet Mottenlarven ebenso ab.

Darüber hinaus gibt es einige Hausmittel gegen Motten, die bei richtiger Anwendung sehr wirksam sein können. Essigwasser, ätherische Öle sowie Kräuter können einen Mottenbefall schnell eindämmen. 

Wirken diese Mittel nicht ausreichend gegen Motten, so können Repellents und bei ganz starkem Befall chemische Mittel eingesetzt werden. Da diese jedoch auch die menschliche Gesundheit angreifen können, sollte dieser Schritt wohl überlegt sein. Bei jedem Mittel gilt jedoch: Je eher der Befall bemerkt und behandelt wird, desto besser. Da sich Motten sehr schnell vermehrten und bis zu 300 Eier mit Larven ablegen können, kann ein Befall sehr schnell sehr unangenehm werden. 

Mit einfachen Plastikbeuteln können Kleidermotten bekämpft werden: Gewaschene und getrocknete Kleidung vor dem Verräumen einfach in luftdicht abschließbare Plastikbeutel einschlagen. Dies verhindert, dass die Mottenlarven Nahrung finden. Auch ein regelmäßig umgeräumter Kleiderschrank verhindert die Eiablage, da die Larven Ruhe und Dunkelheit zum Entwickeln bevorzugen. 

Schlupfwespen können als Nützlinge ebenfalls gegen einen Mottenbefall mit Lebensmittel- und Kleidermotten eingesetzt werden. Schlupfwespen werden gegen viele Schädlinge eingesetzt. Sie legen in deren Eier selbst Eier ab. Die Larven der Schlupfwespen fressen die Eier der Schädlinge auf. Hierdurch bekommt die Larve die nötige Energie und Nahrung, um sich vollends zu einer Schlupfwespe zu entwickeln. Schlupfwespen werden immer als Larven geliefert und befindet sich dabei auf sogenannten Kärtchen. Diese werden in der Nähe des Mottennests platziert. Ist ihr Werk vollbracht und finden die Wespen keine Nahrung mehr, zerfallen sie zu Staub und können einfach aufgesaugt werden. 

Möchte man lieber auf Pflanzen gegen Motten zurückgreifen, können Produkte aus Zedernholz eingesetzt werden. Zedernholz wirkt aufgrund seines starken Duftes auch präventiv gegen Motten. Zedern sind Pflanzen und gehören zur Gattung der Kieferngewächse. Insgesamt gibt es drei verschiedene Zedernarten, von denen zwei im östlichen Mittelmeerraum zu finden sind. Die im Holz enthaltenen Sesquiterpene sind der Hauptbestandteil im Öl (ca. 70 Prozent) und für die mottenabschreckende Wirkung verantwortlich. Es gibt mehrere Möglichkeiten in der Anwendung von Zedernholz. Als Holzplättchen oder in Form von ätherischem Öl können sie eine ebenso gute Wirkung wie Mottenkugeln haben. Der Mensch empfindet den Zederngeruch als sehr angenehm - Motten hingegen können und wollen ihn nicht riechen. Sie vermeiden Orte, an denen der charakteristische Zederngeruch vorkommt. Da Zedernholz völlig ungiftig ist, schadet es weder dem Mensch noch der Umwelt. 

Zedernholz wirkt gegen Lebensmittel- und Kleidermotten. Vor allem im Sommer ist es ratsam, Zedernprodukte dort zu verteilen, wo Motten auftreten können, da sich Motten im Sommer rasch vermehren und zu einer echten Plage werden können.

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