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Zeichnungen von verschiedenen Insekten

Dörrobstmotten – gefährlich für den Menschen oder nur hartnäckiger Vorratsschädling?

Widerlicher Nimmersatt, der schnell zur Plage werden kann – die Dörrobstmotte

Dörrobstmotten kennt jeder. Kleine herumfliegende Insekten, deren Larven sich in Müsli & Co. breitmachen und für den Menschen ungenießbar machen. Das größte Problem daran: Bleiben die nachtaktiven Insekten über eine lange Zeit unentdeckt, können sie zur regelrechten Plage werden. Doch keine Panik: Mit den richtigen Maßnahmen und etwas Geduld lassen sich auch diese unangenehmen Plagegeister effektiv aus der Speisekammer vertreiben.

Nahaufnahme einer Dörrobstmotte

Was sind Dörrobstmotten?

Dörrobstmotten sind sehr stark verbreitete Vorratsschädlinge. Sie sind auch unter dem Namen Lebensmittel- oder Hausmotten bekannt und sind primär in trockenen Lebensmitteln wie zum Beispiel Hülsenfrüchten, Mehl, Reis, Nüssen, Gewürzen und Trockenfrüchten zu finden. Aber ebenfalls Trockenfutter von Tieren haben sie zum Fressen gern.

Obwohl die Motten zur Gruppe der Schmetterlinge (Lepidopters) zählen und der Familie der Zünsler (Pyralidae) angehören, können die Tiere nicht besonders gut fliegen. Aufgrund dessen werden sie meistens mit bereits kontaminierten Lebensmitteln aus dem Supermarkt ins Haus geschleppt. Um dem krabbelnden Übel effektiv an den Kragen gehen zu können, ist die richtige Identifikation unumgänglich.

Wie sehen Dörrobstmotten aus?

Dörrobstmotten (Plodia interpunctella) werden zwischen acht und 10 Millimeter lang und besitzen eine Flügelspannbreite von circa zwanzig Millimetern. Die vorderen Flügel der sonst kupferroten ausgewachsenen Lebensmittelmotte fallen durch ihre silbergraue, ins ockergelb gehende Farbgebung ins Auge. Ihre Flügelspitzen sind rotbraun. Beide hinteren Flügel sind hellgrau und somit weniger auffällig. 
Befindet sich die Dörrobstmotte im Ruhezustand, was sie meistens tut, dann besitzt ihr Körper die Form eines etwas in die Länge gezogenen Dreiecks.

Die verfressenen Larven der Lebensmittelmotte sind abhängig von ihrer Ernährung entweder gelblich-weiß, grünlich oder dunkelrot gefärbt und besitzen eine braune Kopfkapsel. Sie werden ungefähr fünfzehn bis siebzehn Millimeter lang und sind spärlich behaart. Die gelblich-braunen Puppen befinden sich in einem sieben Millimeter großen geschützten Gespinstkokon.

Herkunft & Lebensraum

Dörrobstmotten zählen zu den Kulturfolgern und sind dementsprechend weltweit verbreitet. Die Vorratsschädlinge sind vorwiegend dort anzutreffen, an denen Lebensmittel produziert, verarbeitet oder gelagert werden. Sie mögen es feucht und warm. Orte wie unter anderem Getreidespeicher, Mühlen, Lebensmittelbetriebe und Supermärkte sind somit beliebte Brutplätze und gleichzeitig sehr häufig für die Verbreitung der Schädlinge verantwortlich.

Vorkommen

Haben die Lebensmittelmotten den Weg ins Haus gefunden, bleibt ihr Dasein am Anfang meistens unentdeckt. Denn legt die Dörrobstmotte ihre Eier in Nahrungsmitteln wie beispielsweise Getreide ab, laben sich die Larven zuerst an den Keimen des Saatguts. Dies hat zur Folge, dass erst, wenn der Befall in den Verpackungen schon etwas weiter fortgeschritten ist, er ersichtlich ist. Ebenfalls die winzigen Motteneier sind für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar und werden deswegen nur selten entdeckt.

Sind andere Lebensmittel kontaminiert, ist ein Befall im Larvenstadium offensichtlicher. Abhängig von der Temperatur bewegen sie sich zwischen drei bis zehn Tage fressend und spinnend an der Oberfläche und im Inneren des Brutmaterials hin und her. Nun haben sie genügend Nahrung zu sich genommen und ziehen sich an einen geeigneten Ort zurück, um sich zu verpuppen. Werden auf den Nahrungsmitteln glänzende Gespinsthäute entdeckt, müssen die befallenen Lebensmittel umgehend in der Mülltonne entsorgt werden. Da die Dörrobstmotte das ganze Jahr über aktiv ist, ist ein spät entdeckter Befall schnell zur Plage werden.

Fortpflanzung

Dörrobstmotten vermehren sich schneller, als es dem Menschen lieb ist. Denn trotz ihres kurzen Lebens von circa zehn bis vierzehn Tagen sorgt das Weibchen für rund 300 Nachkommen. Sie legt ihre Eier vorwiegend an dunklen Orten ab: Enge Ritzen in Küchenschränken sowie defekte Fugen, Türschlösser und Türrahmen sind ihr bevorzugter Brutplatz. Während dieser Zeit nimmt der erwachsene Falter keine Nahrung zu sich. Die eigentlichen Schadensverursacher sind somit die kleinen, auffällig ölig glänzenden Larven der Dörrobstmotte.

Wie alle Insekten durchläuft auch die Dörrobstmotte vier Entwicklungsstadien. Die Entwicklung vom Ei zur Larve und Puppe bis hin zum erwachsenen Falter dauert abhängig von den Lebensbedingungen zwischen 30 und 75 Tage. Dies bedeutet, dass bei realistischen Temperaturen in der heimischen Küche von etwas über zwanzig Grad Celsius vier Generationen in einem Jahr heranwachsen können.

Die meisten Mottenarten, wie beispielsweise die Mehlmotte sowie die Kornmotte, spinnen nach der sechsten Häutung einen Kokon direkt auf dem gewählten Nährsubstrat. Gleichermaßen die Dörrobstmotten. Jedoch ist das Gefährliche an ihr, dass sie wie bereits erwähnt, auch außerhalb des Nährsubstrats ihre Eier ablegt. Angesichts dessen werden die winzigen Larven in der Regel erst spät entdeckt und ihre Bekämpfung ist dementsprechend weitaus anspruchsvoller als die der anderen Arten.
Gut zu wissen: In den Wintermonaten pflanzen sich die Insekten weniger schnell fort als in den warmen Monaten des Jahres.

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  • Ist die Dörrobstmotte gefährlich für den Menschen und seine Haustiere?

    Zwar werden durch die Lebensmittelmotten keine schwerwiegenden Krankheiten übertragen. Jedoch kann der Genuss kontaminierter Nahrungsgüter, Magen-Darm-Erkrankungen sowie Allergien und Hauterkrankungen auslösen. Verantwortlich hierfür sind die Larven, die mit ihrer Fress- und Spinntätigkeit sowie der Verunreinigung durch ihren Kot befallene Lebensmittel ungenießbar machen. Darum gilt: Wurden Dörrobstmotten in Lebensmitteln entdeckt, sind sie für den Verzehr nicht mehr geeignet und müssen schnellstens entsorgt werden.

    Um das Ungeziefer erfolgreich aus der Küche zu eliminieren, reicht das Entsorgen der befallenen Lebensmittel aber nicht aus. 

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