So erkennt man Kopfläuse & bekämpft diese in 15 Minuten

In Deutschland erkranken schätzungsweise mehr als eine Million Menschen jährlich an Kopfläusen. Dabei sind vor allem Kinder zwischen 3 und 12 Jahren betroffen. Am häufigsten betroffen sind Mädchen. Wissenschaftler führen dies darauf zurück, dass Mädchen in der Regel kontaktfreudiger sind und sich somit leichter anstecken. Trotzdem sollte man, wenn man Kopfläuse hat, nicht gleich in Panik verfallen.

Läuse erkennen und bekämpfen

Wir zeigen, wie man Kopfläuse erkennt, woher Kopfläuse kommen, wie sie übertragen werden und vor allem wie man sie schnell wieder los wird! 

Inhaltsverzeichnis

Übersicht zur Kopflaus

Übersicht zur Kopflaus

Übersicht zur Kopflaus

Übersicht zur Kopflaus

Übersicht zur Kopflaus

1. Übersicht

Kopfläuse (Pediculus humanus capitis) sind Parasiten, die sich ausschließlich von Menschenblut ernähren. Sie leben vorwiegend auf unserer Kopfhaut. In seltenen Fällen können auch die Augenbrauen und oder die Barthaare betroffen sein. Die winzig kleinen Tierchen werden kaum größer als ein Stecknadelkopf. Dabei sind die Tierchen äußerst gefräßig, denn sie benötigen alle 2 bis 3 Stunden Blut, sonst verhungern sie innerhalb eines Tages. Saugt sich die Laus mit Blut voll, färbt sich ihr eigentlich transparenter Chitinpanzer leicht rötlich.

Größe:

Kopfläuse werden ca. 3 mm groß, wobei die Weibchen größer werden als die Männchen. 

Gewohnheiten und Lebensraum:

Als natürlicher Lebensraum der Kopflaus gilt die Kopfhaut des Menschen

Fortpflanzung:

Kopfläuse legen ihre Eier, sogenannte Nissen, nah an der Kopfhaut ab. Bevorzugt werden die Eier im Nacken, an den Schläfen oder auch hinter den Ohren abgelegt, da dort die besten Bedingungen herrschen.Nach 7 bis 10 Tagen schlüpfen die Läuse aus den Kopflauseiern.  Ausgereifte Läuse können pro Tag bis zu 10 Eiern ablegen. Kopfläuse können bis zu 30 Tage alt werden. 

 

2. Woher kommen Kopfläuse?

Kopfläuse existieren seit Jahrtausenden von Jahren und haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie fühlen sich auf jedem Kopf wohl, egal ob ungewaschen oder gewaschen. Nur wer keine Haare mehr auf dem Kopf hat, ist vor den Tierchen etwas sicherer.

Kopfläuse werden in der Regel direkt von Mensch zu Mensch übertragen, sodass jeder, der engeren Kontakt zu anderen hatte, Läuse bekommen kann. Läuse können allerdings weder springen noch fliegen. Um von einem Wirt auf den anderen zu gelangen, ist daher direkter Haar-zu-Haar-Kontakt notwendig. 

Gelegentlich ist die Übertragung auch indirekt über Gegenstände möglich, die mit dem Haar in Berührung kommen und die innerhalb kurzer Zeit gemeinsam benutzt werden (wie z.B. Mützen, Kämme, Haarbürsten, Helme etc.).

3. Woran erkennt man Läuse?

Kopfläuse sind mit bloßem Auge schwer zu erkennen. Durch ihre Größe und ihren anfangs transparenten Chitinpanzer sind die Tierchen sehr gut getarnt. Eine Kopflaus kommt selten alleine. Meistens sind ganze Schulen oder Kindergärten betroffen. Sollte jemand aus dem eigenen näheren Umfeld von Läusen geplagt sein, sollte man unbedingt auch bei sich und den eigenen Kindern auf die typischen Anzeichen achten.

Man sollte Verdacht schöpfen, wenn ein Kind sich vermehrt an der Kopfhaut kratzt. Allerdings kommt es nicht bei allen Betroffenen von Anfang an zu starkem Juckreiz. 

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man zusätzlich die Kopfhaut untersuchen. Stellen hinter den Ohren, am Nacken und an den Schläfen sind besonders beliebt bei Läusen.

Welche Symptome deuten auf einen Lausbefall hin?

  • Ständiges Kratzen am Kopf: Saugt die Kopflaus Blut aus der Kopfhaut so hinterlässt sie ihren Speichel. Dieser wird vom menschlichen Körper als Fremdstoff erkannt, worauf er entsprechend reagiert. Es entstehen Schwellungen (sogenannte Papeln) und diese führen zum Juckreiz.
  • Weiße, klebrige Schuppen an der Kopfhaut. Je nachdem ob die Laus noch im Ei oder schon geschlüpft ist, sind die Eier braun oder weiß.
Läuse erkennen

 

4. Läusebefall mit einem Kamm ermitteln 

Mittels Sichtkontrolle werden die winzig kleinen Tierchen nicht in allen Fällen entdeckt. Am einfachsten und sichersten ist daher die Überprüfung der Kopfhaut mit einem Läusekamm.

  1. Nach dem Waschen des Haares sollte man im Anschluss eine Pflegespülung auftragen. Die Pflegespülung sollte nicht ausgewaschen werden, denn sie erleichtert das Kämmen.
  2. Die Haare gründlich durchkämmen. Sobald der Kamm nicht mehr in den Haaren hängen bleibt, kann man auf den Läusekamm wechseln
  3. Die Haare nun Strähne für Strähne mit dem Läusekamm durchkämmen. Dabei auf Gründlichkeit achten! Dazu den Kamm an der Kopfhaut ansetzen und bis an die Spitzen runter ziehen.
  4. Nach jeder Strähne sollte man den Kamm auf einem weißen Papiertuch nach Läusen untersuchen und anschließend säubern.

5. Was tun wenn man Läuse findet?

Wenn man Larven oder deren Nissen auf der Kopfhaut findet, liegt eindeutig ein Kopflausbefall vor. Dieser muss so schnell es geht behandelt werden! Nur so stellt man sicher, dass sich der Parasit nicht noch weiter in der eigenen Familie ausbreitet.

ACHTUNG: Durch das Infektionsschutzgesetz sind Eltern dazu verpflichtet, Schulen und Kindergärten einen Lausbefall schnellstmöglich zu melden. Aber kein Grund zur Panik. Läuse sind lästig, aber mit den richtigen Mitteln und Maßnahmen wird man schnell wieder Herr der Lage. Dabei sollte bedacht werden, dass Kinder die Vorstellung von kleinen Krabbeltierchen auf ihrem Kopf ebenso erschreckend wie Erwachsene finden, daher sollte man Ruhe bewahren und ihnen versichern, dass die kleinen Tierchen keinen großen Schaden anrichten können.

6. Läusemittel - Was hilft wirklich?

Egal für welches Mittel man sich am Ende entscheidet, wirken kann jedes noch so gute Mittel nur, wenn es korrekt angewendet wird.

Chemische Mittel

Handelsübliche Mittel setzten dabei auf zwei unterschiedliche Wirkungsprinzipien: Öl oder Insektengift. Spezielles Öl erstickt die Kopfläuse, während das Gift die Nerven der Insekten lähmt. Besonders wirkungsvoll sind laut Stiftung Warentest Läusemittel, die auf das Öl Dimeticon setzen. Dicht gefolgt von Mitteln, die auf Licener setzen - ein Extrakt des Neembaums.

Experten raten im Anschluss an die Verwendung von Läusemittel auch immer zum Kamm zu greifen. Das Auskämmen kann dabei vor oder nach der Behandlung mit dem Läusemittel verwendet werden.

Resistenzbildung aufgrund chemischer Mittel

Läuse bilden in jüngster Zeit zunehmend Resistenzen, daher haben mehrere seit langem verwendete chemische Mittel ihre Wirksamkeit verloren. Es werden vermehrt Alternativen wie ätherische Öle zur Behandlung des Parasitenbefalls angewendet.

Silberkraft Läuseshampoo

Das Silberkraft Läuse-Shampoo ist ein effektives Mittel zur Behandlung von Kopfläusen. Das 2-Phasen-Shampoo ist ein neuartiges Behandlungskonzept und beseitigt Nissen und Kopfläuse in nur 15 Minuten. 

Wirkungsweise: Das Silberkraft Läuseshampoo enthält Dimeticon. Wir verfolgen ein physikalisches Wirkprinzip. Das Atemsystem der Läuse und Nissen wird durch das Läuseshampoo verschlossen und die Tiere ersticken. Im Gegenzug zu Läuseshampoos mit Phermethrin können Läuse hierdurch keine Resistenzen bilden.

Ist eine Folgebehandlungen notwendig?

In der Regel ist mit dem Silberkraft Läuseshampoo nur eine Anwendung notwending. Eine kontinuierliche Erfolgskontrolle ist unerlässlich im Kampf gegen Läuse, vor allem dann, wenn das Problem weiterhin in der Schule und Kitas vorherrscht.

Lausbefall-Checkliste für Eltern:

  • Identifizieren des Lausbefall mit Hilfe eines Läusekamms
  • Informieren der Umgebung (inklusive Kitas und Schulen)
  • Verwenden ein Anti-Laus-Mittel zur Abtötung der Läuse
  • Auf die richtige Anwendung inklusive Einwirkzeit achten
  • Tote Läuse und Nissen mit Hilfe eine Läusekams auskämmen
  • Alle Kämme und Bürsten im Haus reinigen
  • Handtücher, Mützen, Kopfkissenbezüge und sonstige Wäsche bei mindestens 60 °C waschen
  • Regelmäßige Kontrollen mit dem Läusekamm durchführen
  • Ruhe bewahren: Läuse sind lästig aber mit den richtigen Tipps schnell bekämpft!

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