Stinkwanzen-Geruch - so bekämpft man den Geruch am besten!

Silberkraft Wanzen
Stinkwanzen-Geruch - so bekämpft man den Geruch am besten!

Ist das übel riechende Sekret der Stinkwanzen für den Menschen gefährlich?

Neigt sich der Sommer dem Ende zu, sind Stinkwanzen in der freien Wildbahn besonders zahlreich vertreten. Wird es dann langsam kühler und der Herbst zieht ins Land, begeben sich die Tierchen auf die Suche nach einem geeigneten Ort zum Überwintern. Nicht selten wählen sie hierfür die Wohnräume des Menschen. Das dies uns Zweibeinern gewaltig stinkt, ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht weiter verwunderlich. Denn fühlen sich Stinkwanzen bedroht, sondern sie ein stinkendes Sekret ab, dass sich nur äußerst schwer aus den Innenräumen wieder entfernen lässt. Aber keine Panik: Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um Stinkwanzen daran zu hindern, dass sie uns durch ihre Anwesenheit im Haus oder in der Wohnung die Luft verpesten.

Stinkwanzen Geruch

Allgemeine Informationen zur Stinkwanze

Die Stinkwanze (Palomena Prasina) ist auch unter dem Namen Gemeiner Grünling oder Gemeine Stinkwanze bekannt. Sie wird circa vierzehn Millimeter groß und hat eine Lebenserwartung von ungefähr zwölf bis vierzehn Monaten. Eine erwähnenswerte Besonderheit der Tierchen ist ihre Anpassungsgabe: So besitzen die Tiere im Frühling eine grüne und im Herbst, wenn die Natur ihr Aussehen verändert, eine braune Körperfarbe. Somit halten sie es wie das Chamäleon und sind vor natürlichen Fressfeinden auf den ersten Blick geschützt.

Arten 

Stinkwanzen gehören zur Familie der Baumwanzen (Pentatomidae). Trotzdem in Deutschland über 1000 verschiedene Wanzenarten leben, haben wir es am häufigsten mit dem Gemeinen Grünling zu tun. Aber ebenfalls die Marmorierte Stinkwanze, die eigentlich in Ostasien beheimatet ist, verbreitet sich hierzulande immer mehr.

Lebensraum

In den warmen Monaten des Jahres halten sich die Tiere vorwiegend in der freien Natur auf. Wiesen und Waldränder sind in dieser Zeit ihr bevorzugter Lebensraum. Im Herbst begeben sich Stinkwanzen dann auf die Suche nach einem passenden Ort zum Überwintern. Nun kann es vorkommen, dass die Tiere sich im Haus oder der Wohnung ansiedeln. Denn dort ist es trocken und warm und es herrscht ein angenehmes Klima, das Stinkwanzen lieben.

Nahrung

Stinkwanzen ernähren sich vom Pflanzensaft verschiedenster Gewächse. Ebenfalls Früchte, wie zum Beispiel Himbeeren und andere Obstgewächse, stehen auf ihrem Speiseplan. Haben sich die Tiere erst einmal daran gütlich getan, sind sie für den Menschen ungenießbar.

Fortpflanzung

Die Vermehrung der Stinkwanzen findet im Juni statt. Ein adultes Weibchen sorgt für circa 200 Nachkommen. Nach dem Schlupf durchwandern die kleinen Insekten fünf Entwicklungsstadien. Sie häuten sich in dieser Zeit mehrere Male. Nach acht Wochen sind die Stinkwanzen dann geschlechtsreif.

Warum zieht es Stinkwanzen in die Wohnung?

Der Gemeine Grünling mag es trocken und warm. Wird es draußen ungemütlich, machen sich die Tiere auf die Suche nach dem passenden Winterquartier. Rollladenkästen, Risse und Spalten im Mauerwerk, kaputte Fensterläden sowie Hohlräume in den Wänden bieten ihnen dann den perfekten Unterschlupf. Aber ebenfalls geöffnete Fenster und Türen nutzen Stinkwanzen als perfekte Gelegenheit, um ins Haus oder in die Wohnung zu gelangen. Angezogen vom Licht oder hellen Farben schaffen sie es in der Regel völlig unbemerkt ins Innere. Bleiben die Tierchen über längere Zeit unentdeckt, können sie aufgrund der Tatsache, dass ein Weibchen für bis zu 200 Nachkommen sorgt, dann schnell zur ungewollten Plage werden.

Stinkwanzenspray

Weswegen sondern Stinkwanzen Gerüche ab?

Fühlt sich die Stinkwanze bedroht, sondert sie aus einer Drüse, die sich am Hinterleib des Tieres befindet, ein übel riechendes Sekret ab. Tritt dieser Fall ein, lässt sich der Geruch nur äußerst schwer aus den Wohnräumen entfernen. 

Ebenfalls auf Kleidung oder auf der Haut bleibt er lange haften, was für den Menschen, aber ebenso für das Haustier überaus unangenehm sein kann. Genau aus diesem Grund ist es nicht besonders ratsam, Stinkwanzen mithilfe eines Staubsaugers zu eliminieren. Denn auch wenn sie im Inneren des Gerätes vielleicht das Zeitliche segnen, werden sie zuvor ihren stinkenden Duftstoff absondern, welcher dann durch den Luftfilter in der gesamten Wohnung verteilt wird.

Stinkwanzen Geruch entfernen – Vorbeugung ist besser als Nachsicht!

Haben sich Stinkwanzen in den Wohnräumen eingenistet und verbreiten einen unangenehmen Geruch, müssen sie als Erstes entfernt werden. Auf Fliegenklatschen oder ähnliche Utensilien sollte jedoch verzichtet werden. Denn wie bereits erwähnt, wird der Gestank dadurch nur verschlimmert. Die Lösung: Einfach die Wanze auf ein Blatt Papier laufen lassen, ein Glas drüber stülpen und anschließend ins Freie bugsieren.

Wurden alle Stinkwanzen entfernt und ihr Geruch liegt immer noch in der Luft, hilft nur noch eins: Sämtliche Räume durchlüften! Im selben Atemzug müssen die Stellen, an denen sich die Tiere aufgehalten haben, gründlich gereinigt werden. Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, ist es sinnvoll, den kleinen Krabbeltieren bereits im Voraus den Weg in die Innenräume zu verwehren. Diese Maßnahmen halten Stinkwanzen auf Abstand:

Essig & Spülmittel

Hierfür circa 100 Milliliter Essig mit 50 Milliliter Abwaschmittel und 230 Milliliter Wasser in einer Sprühflasche vermischen und die Bereiche, über welche die Tiere in die Wohnung gelangen oder sich häufig aufhalten, großzügig einsprühen.

Zugang verwehren

Sämtliche Eintrittsstellen, wie unter anderem undichte Fenster oder Löcher und Risse in der Hauswand, sollten abgedichtet werden. Auch Fliegengitter an den Fenstern und Türen garantieren, dass die stinkenden Plagegeister nicht ins Haus oder die Wohnung gelangen können.

Insektenspray

Bei der Bekämpfung von Insekten sollte aus Liebe zur Umwelt und zum Schutz des Menschen und der Haustiere weitestgehend auf chemische Mittel verzichtet werden. Das Stinkwanzen-Spray von Silberkraft ist hierfür die perfekte Lösung. Es beseitigt unerwünschte krabbelnde Untermieter und dies ganz ohne chemische Zusätze. Einfach sämtliche Eintrittsstellen, wie zum Beispiel Rollladenkästen oder Fensterrahmen mit dem Spray einsprühen. Durch den Duft von Geraniol werden die Stinkwanzen effektiv abgeschreckt. Das Anti-Stinkwanzenspray kann übrigens auch in Außenbereichen wie auf der Terrasse oder dem Balkon angewendet werden.

Links & Quellen

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Wie kommen Stinkwanzen ins Haus?

Wird es draußen kühler und der Winter rückt immer näher, begeben sich Stinkwanzen auf die Suche nach der perfekten Überwinterungsmöglichkeit. Löcher und Spalten im Gemäuer sowie Rollladenkästen sind dann häufig der optimale Unterschlupf, um sich vor den anstehenden frostigen Temperaturen zu schützen. Über Fenster und Türen, die beispielsweise zum Lüften geöffnet werden, gelangen die Tiere dann ins Innere von Häusern und Wohnungen.

Welche Maßnahmen verwehren Stinkwanzen den Eintritt ins Haus?

Fliegengittern an den Fenstern und Türen verhindern, dass die stinkenden Wanzen angezogen vom Licht ins Innere der menschlichen Wohnräume gelangen können. Insektensprays, die als Repellent wirken und die Tiere mithilfe von natürlichen Geruchsstoffen auf Abstand halten, bieten zusätzlichen Schutz. Auch Hausmittel wie beispielsweise eine Mischung aus Essig, Spülmittel und Wasser, die auf die Eintrittsstellen der Tiere gesprüht werden, vertreiben die lästigen Stinkwanzen.

Sind Stinkwanzen gefährlich?

Der Gemeine Grünling ist vollkommen harmlos. Er überträgt keine Krankheiten und auch sein stinkendes Sekret, das er in Stresssituationen absondert, ist für den Menschen ungefährlich. Einzig und allein der Geruch der Tiere ist ekelhaft und aufgrund dessen, dass er schwer zu entfernen ist, äußerst unangenehm.

Wo verstecken sich Stinkwanzen im Haus?

Angezogen von der warmen Herbstsonne lassen sich die Tiere zu Dutzenden an den Häuserwänden nieder. Über offene Fenster und Türen oder Schäden an der Fassade gelangen sie dann ins Innere und halten sich dort ebenfalls bevorzugt an den Zimmerwänden auf.

Wie lange leben Stinkwanzen?

Bei optimalen Lebensbedingungen können Stinkwanzen zwischen zwölf bis vierzehn Monate alt werden.