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Viele Küchenschaben bekämpfen

Küchenschaben bekämpfen – so wird man Kakerlaken wieder los

Weit verbreiteter Vorratsschädling und Überträger von Krankheiten – die Küchenschabe

Zu entdecken, dass Küchenschaben sich als Untermieter in den eigenen vier Wänden eingenistet haben, ist garantiert für jeden Menschen die totale Horrorvorstellung. Problematisch an einem Befall durch Kakerlaken ist, dass das Ungeziefer meistens erst dann bemerkt wird, wenn es sich bereits vermehrt hat. Und dies geschieht leider schneller, als es jedem lieb ist. Eines lässt jeden Betroffenen jedoch aufatmen: Mit den richtigen Maßnahmen und ein klein wenig Geduld wird man die widerlichen Tierchen auch wieder los. Nahaufnahme einer Küchenschabe

Was sind Küchenschaben?

Küchenschaben (Blattodea) gehören zu den Insekten (Insecta) und sind ebenfalls unter dem Namen Kakerlaken bekannt. Da die meisten Exemplare nicht gerade die direkte Nähe des Menschen suchen, bekommen wir sie zum Glück nur sehr selten zu Gesicht. Küchenschaben, die sich besonders gerne in den menschlichen Innenräumen aufhalten und dem Menschen als Hausschädlinge weltweit das Leben schwer machen, sind folgende Arten:
  • Deutsche Schabe    
  • Gemeine Küchenschabe oder Orientalische Schabe    
  • Amerikanische Großschabe
Immer häufiger werden von Kammerjägern auch andere Arten von Kakerlaken beim Gesundheitsamt gemeldet. Die Ursache einer globalen Verbreitung ist in der Regel der internationale Warenhandel. So werden die kleinen Tierchen als blinde Passagiere mit Schiffen, Flugzeugen, Autos, Lastwagen oder im Gepäck von Reisenden eingeschleppt.

Küchenschabe – Größe und Aussehen

Die kleinste Art, die Deutsche Küchenschabe (Blattella germanica), läuft uns in unseren Breitengraden am häufigsten über den Weg. Adulte Tiere erreichen eine Größe zwischen dreizehn und sechzehn Millimeter. Ihr Körper besitzt eine abgeplattete Form und ist hell- bis dunkelbraun gefärbt. Auf der Brust der Insekten sind bei genauer Betrachtung zwei schwarze Längsstreifen zu erkennen. Besondere Merkmale sind ihr Halsschild, welcher den gesamten Kopfbereich des Tieres bedeckt sowie die sogenannten Cerci, zwei kleine Fortsätze, die sich am hinteren Körperteil der Küchenschabe befinden. Die Gemeine Küchenschabe (Blatta orientalis) ist mit einer Körperlänge zwischen dreiundzwanzig und achtundzwanzig Millimeter um einiges größer. Bei diesem Exemplar lassen sich die weiblichen Tiere sehr gut von den Männchen unterscheiden. So sind die Weibchen schwarz und ihre Flügel sind so weit zurückgebildet, dass nur noch kleine Stummel zu sehen sind. Die Flügel der männlichen Tiere hingegen bedecken circa fünfundsiebzig Prozent des gesamten Körpers und sind braun. Die rotbraune Amerikanische Großschabe (Periplaneta americana) ist die größte der drei Schabenarten. Sie ist mit einer Länge von sage und schreibe vierunddreißig bis dreiundfünfzig Millimetern wirklich widerlich. Ihre Flügel sind voll ausgebildet und reichen bis an den Hinterleib. Bei den Männchen sogar etwas darüber hinaus. Küchenschaben, welche in unseren Breitengraden leben, können nicht besonders gut fliegen. Eines können sie hingegen umso besser: Wägen sie sich in Gefahr, sind sie schnell wie der Blitz und mithilfe ihrer sechs Beine ruckzuck hinter schützenden Gegenständen oder in Ritzen und Spalten wieder verschwunden. Gut zu wissen: Ein typisches Merkmal, das alle drei Kakerlakenarten besitzen, sind ihre auffallend langen Fühler. Sie sind länger als der gesamte Körper und werden auch Antennen genannt.

Fortpflanzung

Deutsche Küchenschabe

Die Weibchen der Deutschen Küchenschabe produzieren in ihrem Leben circa vier bis acht Eipakete, die sogenannten Ootheken. Bis kurz vor dem Schlupf trägt sie ihre Brut ungefähr fünfundzwanzig bis siebenundzwanzig Tage auf dem Rücken mit sich herum. Im Großen und Ganzen kann eine weibliche Schabe für vierhundert Nachkommen sorgen. Bei günstigen Temperaturverhältnissen von ungefähr siebenundzwanzig Grad Celsius dauert die Entwicklung der kleinen Insekten bis zum adulten Tier (Imago) zwischen 60 bis 100 Tage. In dieser Zeitspanne durchlaufen die Tiere fünf bis zehn juvenile Stadien, in denen sie sich immer wieder häuten.

Orientalische Küchenschabe

Die weiblichen Tiere der Orientalischen Schabe produzieren neun Ootheken mit jeweils sechzehn Eiern. Die Weibchen dieser Art tragen ihre Brut zwischen zwölf Stunden bis zu fünf Tagen mit sich herum. Bei Temperaturen von ungefähr dreißig Grad Celsius kommt es nach vierzig Tagen zum Schlupf. Die Entwicklung bis zum adulten Tier dauert bei dieser Kakerlakenart anderthalb Jahre. In dieser Zeit durchlaufen sie zehn Juvenilstadien.

Amerikanische Küchenschabe

Die Amerikanische Schabe bringt etwa zwanzig bis sechzig Eipakete mit jeweils sechzehn Eiern hervor. Auch sie trägt ihre Nachkommen für einen Zeitraum zwischen zwölf Stunden bis zu fünf Tagen mit sich herum, bevor sie ihre Eier auf eine feste Unterlage heftet und zum Schutz mit abgebissenem Material bedeckt. Die Entwicklung bis zum erwachsenen Insekt dauert wie bei der Orientalischen Schabe anderthalb Jahre. In dieser Zeitspanne durchlaufen die Tiere sechs bis dreizehn Entwicklungsstadien.

Küchenschabe – Eier identifizieren

Kakerlaken sind wahre Überlebenskünstler. Dies erschwert nicht nur die Bekämpfung der erwachsenen Tiere, sondern auch das ihrer Brut. Denn zum Schutz ihrer Nachkommen praktizieren sie eine ganz besondere Form der Eiablage. Schaben legen ihre Eier in sogenannten Eipaketen (Ootheken) ab, welche die Größe einer roten Bohne besitzen. Die hell- bis dunkelbraun gefärbten chitinhaltigen Hüllen bieten einen perfekten Schutz vor Fraßfeinden sowie vor äußeren Einflüssen wie Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeitsverlust. Zur Identifikation dient ein kleiner Falz, welcher sich an der Längsseite der Oothek befindet. Diese nutzen die Tiere später zum Schlupf.

Lebensraum und Vorkommen

Weltweit krabbeln ungefähr 3500 verschiedene Schabenarten über unseren Planeten. Die meisten von ihnen sind in den Tropen sowie in den Subtropen beheimatet. Die überwiegenden Arten leben dort in der freien Natur, kommen nicht in die Nähe von menschlichen Behausungen und gelten somit auch nicht als Gesundheits- oder Vorratsschädling. Anders sieht es hingegen mit den drei bereits erwähnten Exemplaren aus: Sie halten sich bevorzugt in den Innenräumen des Menschen auf. Eine der drei Kakerlakenarten läuft uns in Mitteleuropa am häufigsten über den Weg: Die Rede ist von der Deutschen Küchenschabe. Die Insekten bevorzugen Orte, an denen ein feuchtwarmes Klima herrscht. Temperaturen zwischen zwanzig und dreißig Grad Celsius, ausreichend Unterschlupfmöglichkeiten sowie genügend Nahrungsquellen sind für Küchenschaben der optimale Lebensraum. Mittlerweile haben sich die Tiere bestens an die Lebensverhältnisse des Menschen angepasst. Besonders häufig siedeln sie sich in Einrichtungen wie Krankenhäuser, Restaurants, Bäckereien, Großküchen, Lebensmittellager und in Zoologischen Gärten sowie Zoohandlungen an.
Aber ebenso Privathaushalte sind ab und an von einem Befall durch die lästigen Schaben betroffen. In den meisten Fällen gelangen die Tiere in Lebensmittelverpackungen, gebrauchten Elektroartikeln wie beispielsweise Kühlschränken oder aber auch im Reisegepäck ins Haus oder die Wohnung. Dort angekommen werden sie aufgrund ihres nachtaktiven Verhaltens erst entdeckt, wenn sie sich bereits vermehrt haben. Dann ist schnelles Handeln angesagt, da Küchenschaben ansonsten ganz schnell zu einer äußerst unangenehmen Plage werden können. Aber woran erkennen Betroffene, dass Kakerlaken in den eigenen vier Wänden Einzug gehalten haben?
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  • Küchenschabe erkennen – wie wird man auf einen Befall aufmerksam?

    Kakerlaken meiden das Licht und kommen erst im Schutz der Dunkelheit aus ihrem Versteck gekrochen. Sieht man sie bei Tageslicht auf Streifzug gehen, ist dies ein Anzeichen dafür, dass es für die Tiere im Nest zu eng wird und bereits ein massiver Befall durch die widerlichen Vorratsschädlinge vorliegt. Wird bedacht, dass circa vierhundert Küchenschaben in einem Nest leben können, ist jedem klar, was dies bedeutet. Denn wird eine Kontamination zu spät entdeckt, ist in der Regel nicht nur eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus betroffen, sondern gleich mehrere. Aber welche Hinterlassenschaften weisen auf einen Befall durch die Küchenschabe hin? Ein offensichtlicher Hinweis, dass sich Küchenschaben in den eigenen vier Wänden befinden, sind vereinzelte tote oder herumwuselnde lebende Tiere. Ein weiteres Beweismittel, dass erst beim genaueren Hinsehen auffällt, sind herumliegende durchsichtige Häutungsreste, sogenannte Hautpanzer sowie die Eiersäckchen der Kakerlaken, die in der Regel in der direkten Nähe des Schaben-Nests zu finden sind und eine Länge von zwölf Millimetern vorweisen. Auch braun-schwarze Kotspuren, welche an Kaffeepulver erinnern und an den Wänden und Schranktüren zu sehen sind sowie Krümel von Nahrungsmitteln und angefressene Lebensmittel sind ein klares Indiz dafür, dass Küchenschaben ihr Unwesen treiben.
    Nicht zu vergessen, der unangenehme Gestank den Kakerlaken absondern. Er wird als süßlich-muffiger Geruch beschrieben und wird von den Tieren als Kommunikationsmittel benutzt.

    Küchenschaben – können Kakerlaken Krankheiten übertragen?

    Neben der Tatsache, dass Küchenschaben bei dem Menschen großen Ekel hervorrufen, können sie ebenfalls Krankheiten übertragen. Dazu gehören:
    • Salmonellenvergiftungen
    • Pilzinfektionen    
    • Typhus    
    • Hepatitis    
    • Schwindsucht    
    • Magen-Darm-Erkrankungen
    • Ruhr
    Außerdem können Küchenschaben Allergien wie Ekzeme und Asthma-Anfälle auslösen.

    Küchenschaben in der Wohnung – wo verstecken sich die Kakerlaken?

    Aufgrund ihrer abgeplatteten ovalen Körperform haben die Tiere die Möglichkeit, in noch so kleine Ritzen und Spalten hineinzukrabbeln. Aus diesem Grund sind die Nistmöglichkeiten und Verstecke der Insekten schier unendlich. So leben sie beispielsweise in Zwischenwänden, Rohrschächten, hinter kaputten Fliesen, in der Dunstabzugshaube, im Wärmeaustauscher von Kühlschränken, unter dem Parkett- oder Laminatboden sowie in Mauerrissen. Wie zuvor erwähnt: Möglichkeiten haben sie in den menschlichen Siedlungen mehr als genug.
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