Mehlmottenschlupfwespen - mottenfrei ohne Chemie!

Silberkraft Nützlinge
Mehlmottenschlupfwespen - mottenfrei ohne Chemie!

Mottenalarm daheim - und jetzt?

Motten sind der Erzfeind vieler Menschen - nicht nur sind sie besonders lästig, da sie überall umherflattern, sondern sie verunreinigen auch noch unsere Lebensmittel und fressen Löcher in Kleidung. Hat man einmal Motten daheim, ist es darüber hinaus besonders schwierig, sie wieder loszuwerden. Bevor man jedoch zu chemischen Produkten greift, gibt es natürliche und ebenso wirksame Möglichkeiten im Kampf gegen Motten. 

Lebensmittelmotte Nahaufnahme

Mehlmottenschlupfwespen, Brackwespe oder auch Habrobracon hebetor - verschiedene Namen, gleicher Nützling!

Die Brackwespen (Habrobracon hebetor) werden auch als Mehlmottenschlupfwespen bezeichnet. Die kleinen Nützlinge werden gerade einmal vier Millimeter groß und haben unterschiedliche Färbungen. Manche sind vollständig schwarz, während andere eine gelbe Färbung mit schwarzen Streifen haben. 

Brackwespen leben rein parasitär, das bedeutet, dass sie ihre Eier auf die geschlüpften Mottenlarven legen, aus denen kurze Zeit später Brackwespenlarven schlüpfen und die Larven der Motten beginnen, aufzufressen. 
Praktischerweise parasitieren Mehlmottenschlupfwespen verschiedene Lebensmittelmottenarten: Mehlmotten, Dörrobstmotten und Speichermotten gehören u.a. zu ihren bevorzugten Wirten. 

Was macht Brackwespen besonders?

Anders als andere Schlupfwespenarten wie Trochogamma-Schlupfwespen sind Brackwespen schon ab Temperaturen von 16 Grad Celsius aktiv. Zusätzlich dazu können sie fliegen und somit weitere Strecken zurücklegen. Da Mehlmottenschlupfwespen überdies eine sehr feine Nase haben, können sie problemlos die Motten und ihre Larven aufspüren. Sie können längere Zeit ohne einen Wirt überleben, weshalb ihre Wirkungsdauer deutlich länger ist als die anderer Schlupfwespenarten. 

Genau wie andere Schlupfwespenarten wandern sie ab oder sterben sobald ihre Arbeit vollbracht ist. Angst vor ihnen muss man daher nicht haben, da sie zu keiner Plage werden können. Für Haustiere sind Mehlmottenschlupfwespen überdies vollkommen ungefährlich.

So wirken Brackwespen noch effektiver!

Brackwespen wirken in Verbindung mit Mottenfallen noch effektiver. Diese sollte man vor allem während dem Ausbringen der Schlupfwespen aufhängen und auch danach, um etwaige übriggebliebene Motten zu töten. 
Mottenfallen sind geruchsneutral und mit einem Spezialkleber beschichtet, auf dem männliche adulte Motten kleben bleiben und verenden. 

Mehlmottenschlupfwespen

Welche Schlupfwespenart ist die richtige?

Auf der Suche nach der richtigen Schlupfwespenart stößt man bei der Recherche auf viele verschiedene Arten im Internet. Bei Lebensmittelmotten sind Habrobracon hebetor und Trichogamma evanescens eine gute Wahl. Diese beiden unterscheiden sich jedoch in einiger Hinsicht.

Habrobracon hebetor

  1. Diese Schlupfwespenart kann man immer dann einsetzen, wenn die befallenen Räume kühler sind, da sie ab 16°C aktiv werden. 
  2. Weiß man nicht, woher der Befall kommt und findet auch kein Nest, ist dies Art vorzuziehen, da sie fliegen kann und demzufolge das Mottennest von alleine finden kann.
  3. Habrobracon hebetor können sich bis zu 50 Zentimeter in die Erde buddeln, weshalb sie gut gegen Motten in Schüttgut und Tierfuttersäcken sind. 
  4. Sie legen ihre Eier auf verschiedene Mottenartenlarven ab.

Trichogramma evanescens

  1. Trichogramma evanescens werden ab 20°C aktiv, weshalb sie gut in wärmeren Räumen ausgebracht werden können.
  2. Diese Schlupfwespenart krabbelt nur und muss daher in der Nähe eines Mottennests ausgebracht werden. 
  3. Diese Schlupfwespenart parasitiert Eier, weshalb sie immer dann anderen Schlupfwespenarten vorzuziehen ist, wenn man weiß, wo die Motten ihre Eier abgelegt haben. 

Ratsam ist es, Habrobracon hebetor und Trichogramma evanescens gemeinsam bei einem Mottenbefall auszulegen. Somit erhöht man seine Chance, so viele Mottenlarven wie möglich zu töten und die Fortpflanzungskette von Motten langfristig zu unterbrechen. 

Wann soll ich die Schlupfwespen anwenden?

Schlupfwespen können theoretisch das ganze Jahr über angewendet werden, jedoch gibt es einige Zeitpunkte, bei denen die Ausbringung sehr gute Erfolge erzielen kann. 
Hat man den Verdacht, dass sich Motten in der Wohnung eingenistet haben, dann sollte man die Schlupfwespen im Frühjahr ausbringen, da Motteneier und -larven den Winter abwarten und dann aktiv werden, wenn es wieder wärmer wird. Legt man zu dieser Zeit Schlupfwespen aus, hat man eine gute Chance darauf, eine mögliche Mottenplage im Keim zu ersticken!

Tipp: Macht man es sich zu Nutze und bringt Trichogramma evanescens und Habrobracon hebetor-Schlupfwespen gleichzeitig aus, so bekämpft man die Eier sowie die Larven gleichermaßen und erzielt die bestmöglichen Ergebnisse!

Anwendung von Schlupfwespen - was muss ich beachten?

Schlupfwespen werden üblicherweise auf kleinen Papierkarten versendet und kommen per Post bequem bis nach Hause. Um es den Schlupfwespen leichter zu machen, sollte man sie in der Nähe des Mottennests auslegen oder in dem Raum, in dem man viele Motten umherfliegen sieht. 

  1. Da die Schlupfwespen in verschiedenen Eistadien auf der Pappkarte befestigt sind, dürfen sie erst am Ausbringungsort geöffnet werden - die ersten Schlupfwespen werden kurze Zeit später schlüpfen und sich direkt ans Werk machen. Die Pappkarte für drei Wochen nicht bewegen und den Boden bzw. die Schränke nicht feucht wischen oder saugen. Sonst läuft man Gefahr, die kleinen Nützlinge “wegzuputzen”, wodurch die Mottenbehandlung zu einem abrupten Ende kommt. 
  2. Empfehlenswert ist es, die Behandlung mit Schlupfwespen über einen längeren Zeitraum durchzuführen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. 
  3. Achtung: Während man Schlupfwespen zur Bekämpfung von Motten nutzt, dürfen keine Insektizide versprüht werden. Diese würden die kleinen Nützlinge töten, wodurch der Sinn der Schlupfwespen nichtig wäre. 
  4. Da Schlupfwespen lebend geliefert werden, können sie nicht auf Vorrat gekauft werden!

Schlupfwespen von Silberkraft

Die Silberkraft Schlupfwespen werden in Deutschland gezüchtet und werden direkt nach der Bestellung verpackt und versendet. So spart man lange Lieferzeiten und Transportwege und schont die Umwelt. 

Quellen und weiterführende Links

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Was tun Mehlmottenschlupfwespen?

Die Larve der Mehlmottenschlupfwespe saugt die Wirtsraupe von außen her aus und verpuppt sich daraufhin in einem Kokon in geringer Entfernung. Dort schlüpft sie nach kurzer Zeit zu einer adulten Schlupfwespe, die wiederum Eier ablegt, wodurch die Bekämpfung von Mottenlarven von Neuem beginnt.

Wie lange leben Mehlmottenschlupfwespen?

Die Schlupfwespen der Gattung Habrobracon hebetor können als Puppen und ausgewachsene Wespen in Lagern überwintern und sich so dauerhaft etablieren und Motten bekämpfen.

Wann sollte man Mehlmottenschlupfwespen auslegen?

Die beste Zeit zur Ausbringung der Schlupfwespen ist das Frühjahr, bevor aus Motteneiern adulte Motten schlüpfen können.

Gegen welche Mottenarten sind Mehlmottenschlupfwespen besonders nützlich?

Die Mehlmottenschlupfwespe parasitiert alle Lebensmittelmotten, wie z.B. Dörrobstmotten, Mehlmotten, Speichermotten oder auch Getreidemotten.